Wozu Systemaufstellungen
Wir Menschen bewegen uns in Systemen. Jedes System, ob eine Familie, ein Team oder eine Organisation besteht aus Elementen (z.B. Personen, Abteilungen, Ziele) und ihren Beziehungen. Nur ein kleiner Teil dessen, was in einem System wirkt, ist den Beteiligten bewusst (explizit). Dieser Teil ist die Spitze des Eisbergs. Der weitaus größere Anteil ist unbewusst (implizit) und nicht ohne Weiteres zugänglich. Es ist der Teil des Eisbergs unterhalb der Wasseroberfläche.
Um Situationen in ihrer gesamten Komplexität zu erfassen, braucht es beides: explizites und implizites Wissen. Aufstellungen sind hierfür eine schnelle und sehr effektive Erkenntnismethode. Sie machen unverstellt auch das sichtbar und erlebbar, was im Unbewussten wirkt.
Als szenisches Verfahren setzt die Aufstellung Elemente des Systems und ihre Beziehungen „in Szene“ (mehr zum Ablauf). Diese Szene macht möglich, was kein Bericht leisten kann. Sie vermittelt das Wesentliche zur Lösung einer Situation in einer lebendigen Bildfolge. Die Erkenntnisse über Zusammenhänge aus dieser Bildfolge nehmen die Betrachter nach der Aufstellung als innere Bilder mit. Diese wirken auch auf der unbewussten Ebene. Das macht die Methode für Veränderungen besonders effektiv.