Wie Aufstellungen funktionieren
Systemaufstellungen setzen Elemente eines Systems durch sogenannte Stellvertreter - einer Art Rollenspieler - "in Szene". Die Abstände und Blickrichtungen der aufgestellten Stellvertreter visualisieren die Beziehungen der Elemente zueinander.
Darüber hinaus werden die Stellvertreter zu Resonanzkörpern für unbewusstes Wissen im System. Das bedeutet: Sie spüren körperlich deutliche Unterschiede - je nach Platzierung und Ausrichtung zu den anderen Elementen des Systems. Wir sprechen dabei von repräsentierender Wahrnehmung. Wodurch die repräsentierende Wahrnehmung funktioniert, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Aber sie ist für jeden unmittelbar erfahrbar. Selbst dann, wenn die Elemente für die Stellvertreter verdeckt sind. Das heißt, selbst wenn den Stellvertretern nicht bekannt ist, um wen oder was es sich dabei handelt (z.B. "Element A" und "Element B").
Aus der repräsentierenden Wahrnehmung lassen sich relevante Dynamiken der betrachteten Situation ableiten. Im Verlauf der Aufstellung gilt es, schrittweise eine stimmigere Position der Elemente zueinander zu entwickeln. Das wird bei den Stellvertretern körperlich als "Entlastung", "Befreiung" oder "Entspannung" wahrgenommen.
Der Aufstellungsprozess dauert in etwa eine Stunde. Er kann kürzer sein oder in schwierigen Situationen auch deutlich mehr Zeit beanspruchen.